Wiener Landesmeisterschaft, Runde 2

13.09.26

Die Offene Wiener Landesmeisterschaft läuft vom 12. bis 20. September 2026. Sie besteht aus zwei parallelen Turnieren: dem Masters, einem Einladungsturnier mit zehn Spielern über neun Runden, in dem der Landesmeistertitel vergeben wird, und dem Open über neun Runden Schweizer System, aus dem sich der bestplatzierte Wiener Spieler für das Masters 2027 qualifiziert. Beide Bewerbe werden live auf lichess.org übertragen.

Den Auftakt bildete am 11. September die Blitz-Landesmeisterschaft mit 73 Teilnehmern über elf Runden. IM Georg Fröwis setzte sich mit 9,5 Punkten über die Buchholzwertung gegen IM Konstantin Peyrer durch, Dritter wurde FM Florentin Stickler mit 9 Punkten.

Masters

Das Feld bringt einen Elo-Schnitt von rund 2295 mit: die GMs Nikolaus Stanec (2460) und Ilia Balinov (2371), IM Lukas Leisch (2429), FM Vladislav Kundianok (2422), die FMs Theo Gold, Johannes Steindl und Florentin Stickler, CM Prober, Jakob Hofegger und Andrii Karasevych. Gereiht wird nach Matchpunkten (3/1/0), danach Direkte Begegnung und Sonneborn-Berger.

Nach zwei Runden führt Leisch als einziger Spieler mit zwei Siegen — gegen Balinov und Karasevych — und hat zwei Matchpunkte Vorsprung. Bei sieben ausstehenden Runden sagt das noch wenig aus: Ein Sieg wiegt mehr als zwei Remisen, das Feld liegt eng beisammen, es sind für praktisch noch sämtliche Optionen offen.

Open

Gemeldet sind 63 Spieler. Nach zwei Runden teilen sich acht Spieler mit 2 aus 2 die Spitze: Scheiber (2109), Jevremovic (1988), Aichinger (1975), Somasundram (1807), Lukic (1787), Brezlan (1730), Feseniuk (1718) und Buyukcengiz (1630).

Ausgelost wird nach der Baku-Beschleunigung: Die obere Hälfte erhält in den Anfangsrunden einen virtuellen Punkt, der danach schrittweise abgebaut wird. In Runde 2 war das sichtbar — mehrere Spieler der oberen Hälfte ohne Punkt trafen auf Spieler der unteren Hälfte mit einem vollen Punkt, etwa Wiedermann – Zhanybekov oder Unger – Kellner. Das vermeidet krasse Auftaktpaarungen und führt die Favoriten früher zusammen; die derzeit breite Tabellenspitze relativiert sich, sobald die virtuellen Punkte wegfallen.

Organisatorisch neu ist heuer auch, dass man für zwei Runden mit einem halben Punkt aussetzen kann — von einigen Spielern bereits für einen verspäteten Turnierstart genutzt. Ärgerlich ist dennoch, dass drei Spieler nicht zur Partie erschienen sind.

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