Am Samstag fing das Event traditionell mit dem Wettkampf der Bundesländer an. Team Wien konnte dabei fast alle Matches souverän gewinnen und musste sich nur gegen die späteren Gesamtsieger aus der Steiermark in einem spannenden Duell mit 3:5 geschlagen geben.
Team Wien bei der Bundesländer-Meisterschaft 2025 - diesmal "nur" Silber
Bei den U8-Mädchen verliefen die Wettkämpfe am erfolgreichsten: Alle 6 zu vergebenen Medaillen gingen nach Wien! Im Schnellschach am Samstag konnten die WSV-Spielerinnen sogar zwei Mal Gold holen, denn am Ende des Rundenturniers waren Viktoria Burstein (KJSV) und Aura Dakhane (SC Donaustadt) mit 3,5/4 punktgleich. Dritte wurde im Schnellschach wie auch im Blitzen Maryna Feseniuk (SC Donaustadt). Im Blitzen setzte sich Viktoria dann mit einem Punkt Vorsprung vor Aura durch und krönt sich damit zur Triple-Staatsmeisterin, denn im Juni konnte sie auch schon die Standardschach-Meisterschaft gewinnen.
Mit Erik-Raphael Geabou-Silveira (SK Ottakring) ging ein weiterer Titelverteidiger aus dem Standardschach in der U8 ins Rennen. Während er sich im Rapid nach einigen Aufs und Abs die Bronzemedaille erkämpfte, gewann er das Blitzturnier souverän. Zum Selbstbewusstsein beigetragen hat dabei wahrscheinlich auch, dass er bei der offenen Kärntner Blitz-LM am Vorabend eine Leistung von über 2000 erzielte. Eriks Vereinskollege Anton Kofler spielte auch in beiden Turnieren immer vorne mit, was im Blitzen mit einer Bronzemedaille belohnt wurde.
Eine der souveränsten Leistungen des Wochenendes zeigte Teodora Dordevic (SZ Favoriten) bei den U10-Mädchen. Im Schnellschach gewann sie mit 5/5 und im Blitzen konnte sie eine Niederlage nicht aus dem Konzept bringen, sodass sie auch hier mit 5/6 und zwei Punkten Vorsprung auf Platz zwei ihr nächstes Gold gewinnen konnte.
In der U10 konnte Filip Jevremovic (KJSV) in einem sehr starken Feld zwei Medaillen holen. Nach einer unglücklichen vorletzten Runde behielt er in der Schlussrunde die Nerven, gewann und erkämpfte sich so Platz 1. Diese starke Leistung konnte er im Blitzen noch mit einer Silbermedaille ergänzen.
Auch in der Kategorie der U12-Mädchen reiste Wien mit vielen starken Spielerinnen an. Im Schnellschach starte Amelie Busuioc (SC Donaustadt) nach einem Start mit 1/3 eine hervorragende Aufholjagd, die mit Platz 1 belohnt wurde. Da Amelie wenige Tage später zur EM fuhr, verzichtete sie auf das Blitzen. Bronze holte im Schnellschach Avni Antolovic (KJSV), ein Ergebnis, dass sie einen Tag später noch mit Silber im Blitzen ergänzen konnte. Anders als fast alle ihrer diesjährigen Konkurrentinnen kann Avni auch nächstes Jahr noch U12 spielen. Im Schnellschach noch haarscharf Platz 3 verpasst, gewann Violetta Hyassat (SC Donaustadt) im Blitzen mit Bronze ihre hochverdiente Medaille.
In der U12 stellte der WSV aus allen Altersklassen mit acht (!) Spielern die insgesamt meisten Teilnehmer. Spitzenbretter ohne Wiener Beteiligung waren hier eine Seltenheit. Im Blitzen gewann Daniel Berndt Scheiber (SC Donaustadt) seine ersten sechs Partien auf beeindruckende Art und konnte auch nach einer Niederlage in der letzten Runde nicht mehr eingeholt werden. Für ein bisschen Spannung sorgte dabei noch Aryan Aboulenein-Djamshidian (SK Donau), der noch mit 6/7 gleichzog und wegen der niedrigeren Feinwertung Silber gewann. Wie auch Amelie spielte auch Daniel das Blitzen nicht mit. Dort war Chenshan Wu (SK Hietzing) nicht aufzuhalten: Mit 7/7 und sehr überzeugenden Partien krönte er sich souverän zum Staatsmeister. Mit einem strategischen Remis in der letzten Runde sicherte sich Niklas Keller (SC Donaustadt) Silber.
Der Sonntag wurde für Familie Aboulenein-Djamshidian noch erfolgreicher: Kimia (SK Donau) gewann den Rapidwettkampf der U14-Mädchen hochsouverän mit 6,5/7 Punkten und 1,5 Punkten Vorsprung auf Platz 2. Paula Knittel-Templ (SK Ottakring) konnte als einzige im Feld gegen Kimia remisieren und erreichte so Bronze.
In der U14 konnte Florentin Stickler (SK Ottakring) zwei Medaillen zur WSV-Sammlung hinzufügen. Gegen stark aufspielende Konkurrenz gewann er im Schnellschach Silber und im Blitzen Bronze.
Für die Sensation des Wochenendes sorgte Oliver Fürtler (KJSV) in der U16. Von Setzlistenplatz 11 gestartet, gewann er sowohl den Schnellschach- als auch den Blitzwettkampf. Im Schnellschach hatte er dabei nach der sechsten Runde mit 6/6 schon zwei Punkte Vorsprung auf das Feld, im Blitzen war es dann deutlich knapper. Nach einem Sieg in der Schlussrunde gewann er dank eines halben Buchholzpunktes Gold.
Da nur drei U18-Mädchen in St.Veit spielten, fiel die Entscheidung, die Mädchen in der offenen Gruppe antreten zu lassen und getrennt zu werten. Für Wien gewann Milana Hyassat (SC Donaustadt) zweimal Silber. Erwähnenswert ist hier, dass Milana die spätere Goldgewinnerin Emilia Deak-Sala im Blitzen in einer schönen Partie besiegen konnte.
In Topform befindet sich gerade auch Theodor Gold (tschaturanga). Mit einer starken WM und dem frischen CM-Titel im Rücken gewann er zunächst den Schnellschachwettbewerb in der U18 souverän mit 6/7. Die Nerven der Betreuer wurden dadurch geschont, dass er in der Schlussrunde nach fünf Zügen eine Figur gewinnen konnte. Auch im Blitzen spielte Theo bis zum Schluss um Gold mit, wovon ihm zum Schluss nur ein halber Buchholzpunkt trennte und er so Silber gewann.
Am Ende steht also eine sehr erfolgreiche Bilanz, das auf der Zugfahrt optimistisch ausgerechnete Ziel von 30 Medaillen wurde letztendlich sogar übertroffen und alle Beteiligten freuen sich schon auf das nächste Mal.
Vielen Dank an alle Spieler*innen, Eltern sowie Martin Huber und Benedikt Huber für die großartige Unterstützung der Wiener Delegation vor Ort.
Ergebnisse auf chess-results